Viva con Agua: Michael Fritz im Interview

Michael Fritz von Viva con Agua setzt sich für sauberes Trinkwasser ein. Wir haben mit ihm über seine Motivation gesprochen.
Wie ist Viva con Agua entstanden?
Die Idee zu Viva con Agua ist im Nachgang zu dem legendären Trainingslager des FC Sankt Pauli auf Kuba entstanden. Der damals noch aktive Spieler Benjamin Adrion fing an, sich mit der Fanszene für sauberes Trinkwasser zu engagieren. Damals haben die Hebammen vom UKE für jede Wassergeburt gespendet, wir haben im Hafenklang Exil Elektropartys gefeiert, es gab Lesungen von Heinz Strunk sowie Tim Mälzer und danach haben Fettes Brot im damaligen alten Clubheim vom FC Sankt Pauli aufgelegt.
Was ist eure Mission?
Unsere Mission ist eine Welt in der alle Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer menschenwürdigen sanitären Versorgung haben. Und diese Welt ist möglich!
Was waren die größten Herausforderungen?
Die finanziellen Ressourcen waren und werden immer die größten Herausforderungen sein, sobald man sich im sozialen Bereich engagiert. Als wir damals 2005 bis 2006 gestartet sind, hatten über 1.2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und über 4 Milliarden Menschen kein Klo. Dafür braucht es damals wie heute sehr viel Geld. Doch die gute Nachricht ist, dass genug Geld vorhanden wäre. Allein das Vermögen von Elon Musk würde dafür ausreichen. Es fehlt also an der Motivation der Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Co. Wir müssen ins Tun kommen.
Was waren die schönsten Momente?
Der schönste Moment ist immer noch live dabei zu sein, wenn der Bohrer das erste Mal auf frisches Wasser trifft und das Wasser aus der Erde spritzt. Das ist der Inbegriff von Glückseligkeit für mich als Aktivist bei Viva con Agua.
Wie bist du zum Influencer geworden?
Ich liebe diese Frage (lacht). Ich nehme jedes Label gerne an, solange es dazu beträgt, dass sich mehr Menschen engagieren. In meinem Alltag mache ich mir Gedanken, wie man positive und strukturell langfristige Konzepte in die Welt tragen kann. Social Media ist hier ein wichtiger Bestandteil. Um die Frage zu beantworten: Vor allem durch tägliches Posten. In der Anfangszeit war es StudiVZ, dann Facebook, Instagram und X. Von X habe ich mich inzwischen wieder verabschiedet. Darüber hinaus noch TikTok, YouTube und Threads. Bei Social Media geht es ums Dranbleiben.
Was möchtest du mit deinen Posts bewegen?
Ich möchte Menschen inspirieren, zum Umdenken und Hinterfragen anregen und zum Tun bewegen. Natürlich ist auch das Sammeln von Spenden ein wichtiger Aspekt.
Was wünscht du dir für die Zukunft?
Eine Welt mit Frieden und ohne Durst. Klingt pathetisch. Doch das ist mein einziger Wunsch und ich glaube nach wie vor dass es möglich ist.
Wo können Interessierte mehr erfahren?
Bei Interesse an weiteren Informationen empfehle ich die Website von Viva con Agua sowie der Villa Viva Hamburg. Ein weiteres spannendes Projekt ist Goldeimer.
Lieber Michael Fritz, danke für das Interview und die spannenden Einblicke! Hat dir unser Beitrag gefallen? Melde dich für den Newsletter an, um informiert zu bleiben. Wenn du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du das mit einer Mitgliedschaft tun!



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