Mozart Manuskript in Paris entdeckt

Ein französischer Musikwissenschaftler hat ein bislang unbekanntes Manuskript von Mozart entdeckt. Der Fund wird als Sensation bezeichnet.
In der französischen Nationalbibliothek ist ein bislang unbekanntes Manuskript von Wolfgang Amadeus Mozart aufgetaucht. Der Fund gelang dem französischen Musikwissenschaftler François-Pierre Goy, der bei der Untersuchung historischer Unterlagen auf das außergewöhnliche Notenheft aufmerksam wurde.
Inhalt des Manuskripts
Das insgesamt 44 Seiten umfassende Manuskript enthält sieben Werke für Harfe und Flöte sowie mehrere Kompositionsübungen. Die Musikstücke haben eine Gesamtspieldauer von rund 20 Minuten und wurden im Rahmen des traditionellen Musikfests am 21. Juni erstmals in der Nationalbibliothek in Paris präsentiert. Die Entstehung des Notenhefts wird auf das Jahr 1778 datiert. In dieser Zeit hielt sich Mozart in Frankreich auf und unterrichtete die Harfenistin Marie-Louise-Philippine de Bonnières de Guînes im Komponieren.
Eindeutige Merkmale
Den Hinweis auf Mozarts Urheberschaft lieferten charakteristische Merkmale der Handschrift. Besonders auffällig waren die nach vorne geneigten Violinschlüssel sowie die für Österreich typische Schreibweise der Bassschlüssel, die sich deutlich von der damals in Frankreich üblichen Notation unterschied. Weitere Vergleiche mit bekannten Mozart-Manuskripten sowie die Analyse des verwendeten Papiers bestätigten den Verdacht. Auch das Mozarteum in Salzburg bestätigte schließlich die Echtheit des Fundes.
Die Reise des Notenhefts
Das Notenheft ist auch ein interessantes Zeitdokument und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Zuge der der Französischen Revolution wurde es aus dem Besitz des Herzogs von Guînes beschlagnahmt und gelangte in den Bestand der französischen Nationalbibliothek, wo es lange Zeit unbeachtet blieb. Der Fund reiht sich in eine Serie bemerkenswerter Mozart-Entdeckungen ein. Bereits 2024 wurde in Leipzig ein zuvor unbekanntes Jugendwerk des berühmten Komponisten gefunden, das unter dem Titel „Ganz kleine Nachtmusik“ bekannt wurde.
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