Zurück zu allen Organisationen

gebana

© gebana

Was macht gebana?

gebana ist das Pionierunternehmen des fairen Handels in der Schweiz. Was mit den Bananenfrauen und gerechten Bananen (=gebana) in den 1970er Jahren begann, ist heute ein Unternehmen mit nachhaltigen Lieferketten in Burkina Faso, Togo, Tunesien und Griechenland. gebana kauft in diesen Ländern direkt bei über 13.000 Bauernfamilien ein und beschäftigt rund 750 Mitarbeitende weltweit. Die Vision des Unternehmens ist ein gerechterer und nachhaltigerer Welthandel. Über ihren Onlineshop verkaufen sie heute unter anderem Nüsse, Trockenfrüchte, klassische Fair Trade Produkte wie Schokolade, Kaffee und Tee, aber auch saisonal frisches Obst an ihre Kund:innen europaweit.

Zur Geschichte: Die Bananenfrauen

„Warum kostet ein Kilo Bananen weniger als ein Kilo Schweizer Äpfel?“, fragt sich 1973 eine Gruppe von Frauen im schweizerischen Frauenfeld und beginnt, die Ausbeutung der Arbeiterinnen auf den Plantagen Lateinamerikas anzuprangern. Aus der Frauengruppe wird bald eine schweizweite Bewegung. In den 1980er Jahren mischen die „Bananenfrauen“ aktiv im Bananenhandel mit und gründen die „Arbeitsgemeinschaft GErechter BANAnenhandel“, kurz gebana. In den 1990er Jahren, als sich der faire Handel institutionalisiert und Supermärkte die ersten Bananen mit Fairtrade Label verkaufen, legen die Gründerinnen ihre Arbeit nieder. Aus dem Verein geht gebana als Unternehmen hervor. Heute gelten die „Bananenfrauen“ als Pionierinnen des fairen Handels in der Schweiz und ihr Gedankengut ist bis heute ein wichtiger Pfeiler für die Arbeit von gebana.

Das Unternehmen gebana

Gegründet wird die gebana AG 1998 als Handelsunternehmen mit dem Ziel, soziale und ökologische Werte wirtschaftlich miteinander zu verbinden und nachhaltige Lieferketten für Lebensmittel aufzubauen. Weil sich im Süden Probleme bei der Produktion ergeben, investiert das Unternehmen schon bald selber in die lokale Verarbeitung und in den direkten Kontakt zu den Bauern. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern entstehen nach und nach Tochterfirmen in Brasilien, Burkina Faso, Tunesien, Togo und Benin. Das Risiko, das mit Investitionen in diesen Ländern einhergeht, und die Nähe zu den Bauern machen gebana bis heute einzigartig.

Ab 2003 vertreibt gebana Produkte aus dem Süden über den Versandhandel direkt an Konsumenten, später folgt der erste Schweizer Bio- und Fair Trade-Onlineshop – Bauernfamilien und Konsumenten sind so direkt miteinander verbunden. Der Direktvertrieb erweist sich als richtige Strategie im Geschäftsmodell, um die grossen Risiken im Süden und die Schwankungen im globalen Handel abzufedern.

2009 schlittert gebana in die Krise. Zu kämpfen hat das kleine Unternehmen einerseits mit dem globalen Marktumfeld, andererseits mit Problemen in der risikoreichen Produktion im Süden. Es hält durch, nicht zuletzt dank Tausenden Kunden, aber auch Partnern und Investoren, die sich solidarisch zeigen. Aus dieser Erfahrung heraus definiert sich die Organisation 2015 neu als Netzwerk von Kunden, Bauern und Partnern, die die Vision eines gerechteren Handels teilen.

Wie stark dieses Netzwerk ist, zeigt sich 2017: Das Tochterunternehmen in Burkina Faso steht vor dem Ruin, kann aber dank vereinter Kräfte gerettet werden. Im gleichen Jahr definiert gebana ihre Vision neu: „Gemeinsam verändern wir den globalen Handel zu Gunsten von Bauernfamilien, der lokalen Wirtschaft und der Umwelt.“

Melde dich für unseren Newsletter an.