Portugal plant Ende des Tiefseebergbaus

Portugal will den Abbau von Gesteinen in den Tiefen des Ozeans verbieten. Es wäre ein wichtiger Schritt zum Schutz der Meere.
Als erstes Land in der EU will Portugal den Tiefseebergbau verbieten. Das Parlament hat einen Aufschub der Schürflizenzen bis 2050 beschlossen. Die Fraktionen haben Beschlüsse für das Verbot ausgearbeitet. Sie müssen nun vom Parlament abgesegnet werden. Umweltschützer sind optimistisch, dass das Verbot wirklich umgesetzt wird. Damit wäre Portugal neben den kleinen Pazifikstaaten Palau und Fidschi erst das dritte Land, das diesen Schritt setzt. In Norwegen wird eine Umsetzung diskutiert.
Azoren als Goldgrube
Vor allem die zu Portugal gehörenden Azoren sind für den Tiefseebergbau eine interessante Region. In den Gewässern liegen am Meeresgrund Manganknollen, die große Mengen an Metallen wie Kobalt, Kupfer und Nickel sowie Seltene Erden enthalten. Deren Bedarf steigt durch die Digitalisierung. Firmen und Investoren sehen hier das große Geschäft. Die Folgen des Abbaus für das Ökosystem der Ozeane sind nicht bekannt. Zwar sind die internationalen Gewässer von geplanten Verbot nicht umfasst, dennoch könnte der mutige Schritt Portugals als Vorbild für einige andere Länder dienen.
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