Sanfter Tourismus

Sanfter Tourismus ist eine nachhaltige Form des Reisens. Wir erzählen dir in unserem Beitrag, worauf man dabei achten muss.
Was ist Sanfter Tourismus
Sanfter Tourismus kann als Gegenteil des Massentourismus verstanden werden und versucht, die negativen Folgen zu verringern. Die natürlichen Gegebenheiten am Urlaubsort sollen möglichst erhalten blieben. Die Anreise erfolgt nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Während des Urlaubs bewegt man sich naturnah zu Fuß, mit Tieren, dem Fahrrad oder Inlineskates fort. Die zentralen Anliegen des sanften Tourismus lassen sich daher wie folgt zusammenfassen:
- Möglichst wenig auf die Natur einwirken
- Intensives und ursprüngliches Erlebnis
- Respektieren der jeweiligen Kultur
Geschichte des Sanften Tourismus
Der Begriff wurde erstmals vom Berner Architekt und Raumplaner Fred Baumgartner in seinem Beitrag Tourismus in der Dritten Welt – Beitrag zur Entwicklung? im Jahr 1977 in der Neuen Zürcher Zeitung verwendet. Der Zukunftsforscher Robert Jungk führte den Begriff 1980 in einem Artikel in der Zeitschrift GEO genauer aus. Mittlerweile versuchen zahlreiche Zertifizierungsprogramme, einheitliche Richtlinien für nachhaltigen Tourismus zu definieren. Dadurch sollen Touristen besser einschätzen können, welcher Anbieter die festgelegten Kriterien erfüllt. Mittlerweile gibt es weltweit über 100 Umweltzeichen, zu den wichtigsten gehört Green Globe.
Beispiele für Sanften Tourismus
Das Konzept wird zunehmend von Seiten der Hotels und Unterkünfte angenommen und umgesetzt. Immer öfter wird auf einen sparsamen Einsatz von Ressourcen geachtet, was neben dem Umweltaspekt auch Geld spart und Anreize für umweltbewusste Tourist*innen bietet. Einige Maßnahmen sind ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser sowie eine nachhaltige Einrichtung unter der Verwendung regionaler Materialien. Beispielhafte Angebote für nachhaltigen Tourismus sind Themenwanderwege, Barfußpfade, Schneetouren, Stadtwanderungen und Hofläden. Im Gesundheitstourismus ist vor allem das Kneippen bekannt. Bei der bekanntesten Therapieform, dem sogenannten Wassertreten, wird das kalte Wasser von Flüssen und Bächen zur Steigerung der Durchblutung und des Wohlbefindens eingesetzt.
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