Kroatien erklärt sich nach 30 Jahren für minenfrei

Nach 30 Jahren Räumungsarbeiten hat Kroatien die Gefahr von Landminen beseitigt. Ein langer Weg für das Land am Balkan.
Nach rund 30 Jahren intensiver Arbeit gilt Kroatien heute offiziell als frei von Landminen. Damit endet ein langwieriger Prozess, der seine Ursprünge im Kroatienkrieg der 1990er Jahre hat. Während des Konflikts zwischen 1991 und 1995 wurden in vielen Teilen des Landes Minen verlegt, um Gebiete zu sichern. Auch lange nach Kriegsende stellten diese Sprengkörper eine große Gefahr für die Menschen dar.
Unsichtbare Gefahr
Vor allem in ländlichen Regionen und Wäldern erinnerten jahrzehntelang Warnschilder an die Gefahr. Direkt nach dem Krieg waren mehr als tausend Quadratkilometer des Landes potenziell vermint. Erst durch jahrelange Räumarbeiten konnte diese Fläche Schritt für Schritt verkleinert werden. Zuletzt waren nur noch 17 Quadratkilometer betroffen.
Mühsamer Prozess
Die Beseitigung der Minen war eine schwierige und gefährliche Aufgabe. Spezialkräfte durchsuchten das Gelände mit Metalldetektoren und speziell ausgebildeten Spürhunden. Im Laufe der Jahre wurden Minen und andere explosive Kriegsgeräte gefunden und unschädlich gemacht. Die Räumarbeiten kosteten viel Geld und dauerten Jahrzehnte. Auch menschlich sorgte die unsichtbare Gefahr für Probleme. Seit dem Ende des Krieges kamen viele Menschen durch Minen ums Leben oder wurden schwer verletzt, darunter auch Kinder. Die Minen stellten zudem ein Hindernis für Landwirtschaft, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung dar, weil viele Flächen lange Zeit nicht sicher genutzt werden konnten.
Langer Weg geht zu Ende
Mit der endgültigen Räumung erfüllt Kroatien auch seine Verpflichtungen aus dem Ottawa-Abkommen. Gleichzeitig ist das Ergebnis ein bedeutender Schritt für die Sicherheit im Land. Für Einheimische bedeutet es, dass zuvor gefährliche Gebiete wieder genutzt werden können und für Touristen schafft es zusätzliche Sicherheit beim Reisen und Erkunden der Natur.
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