Thunfisch schwimmt wieder in der Ostsee

Der Thunfisch ist wieder im Öresund zwischen Schweden und Dänemark zu sehen. Die Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung.
Noch vor einigen Jahren galt der Atlantische Thunfisch als stark bedroht. Die Bestände waren vor allem durch intensive Fischerei stark zurückgegangen. Teilweise stand die Art kurz vor dem Zusammenbruch.
Schutzmaßnahmen wirken
Inzwischen zeigt sich jedoch, dass konsequente Schutzmaßnahmen Wirkung haben. Durch internationale Fangquoten, streng kontrollierte Fangverbote und längere Schonzeiten konnten sich die Bestände in den vergangenen Jahren deutlich erholen. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat den Atlantischen Thunfisch mittlerweile von ihrer Liste bedrohter Arten gestrichen. Heute gilt seine Rückkehr als ein Beispiel dafür, wie nachhaltiger Artenschutz funktionieren kann.
Erfolg in der Ostsee
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung im Öresund. Dort ist der kommerzielle Fang von Thunfisch verboten. Der Schutz gilt auch für seine Nahrung, darunter Heringe, Makrelen und Hornhechte. Dadurch finden die Tiere wieder bessere Bedingungen vor.
Mittlerweile zieht der Atlantische Thunfisch im Spätsommer erneut durch die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. Dabei kommt es immer häufiger zu einem beeindruckenden Schauspiel: Die riesigen Fische springen aus dem Wasser. Experten vermuten, dass die Tiere bei hoher Geschwindigkeit während der Jagd die Wasseroberfläche durchbrechen. Die bis zu drei Meter langen und rund 300 Kilogramm schweren Fische erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 50 Stundenkilometern.
Dass man dieses Verhalten im Öresund besonders gut beobachten kann, hängt auch mit der Lage zusammen. Die Meerenge ist relativ flach und an manchen Stellen sehr eng. Dadurch haben die schnellen Raubfische unter Wasser nur begrenzten Raum und tauchen häufiger an der Oberfläche auf. Zwischen Helsingør und Helsingborg ist die Meerenge nur etwa vier Kilometer breit. Dort lassen sich manchmal sogar ganze Gruppen von hunderten Thunfischen beobachten.
Strenge Beobachtungen
Trotz der positiven Entwicklung mahnen Umweltorganisationen weiterhin zur Vorsicht. Denn nicht alle Thunfischarten haben sich so gut erholt wie der Atlantische Thunfisch. Besonders im Pazifik gelten einige Arten weiterhin als bedroht, da sie weltweit zu den begehrtesten Speisefischen gehören. Deshalb fordern Naturschützer, den nachhaltigen Fischfang weiter auszubauen und Schutzmaßnahmen strikt fortzuführen.
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