Glossar

In unserem Glossar findest du eine Übersicht und Definition der wichtigsten Begriffe im Bereich der Nachhaltigkeit.

Artgerechte Haltung: Haltung von Tieren unter Bedingungen, die den natürlichen Lebensbedingungen und angeborenen Verhaltensweisen entspricht. Das Gegenteil davon ist die Massentierhaltung.

Autarkie: Wirtschaftliche Unabhängigkeit durch Selbstversorgung.

Biodiversität: Biologische Vielfalt innerhalb eines Lebensraumes. Die Unterteilung erfolgt die die Vielfalt der Ökosysteme, Arten sowie des Genpools.

Bodenerosion: Abtragung des Bodens durch menschliche Landnutzung

Bodenversiegelung: Bedeckung des natürlichen Bodens durch menschliche Bebauung.

CO2-Fußabdruck: Menge an Kohlendioxid, die eine Privatperson, ein Unternehmen oder ein Land verursacht.

CO2-Kompensation: Ausgleich des ausgestoßenen Kohlendioxids (meist durch Aufforstungsprojekte).

CSR: Corporate Social Responsibility (deutsch: Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung).

Degrowth: Wachstumskritik am aktuellen Wirtschaftssystem. Im Vordergrund steht das Hinterfragen der Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig gesteigertem Umweltschutz.

Dekarbonisierung: Senkung des Kohlenstoffausstoßes eines Unternehmens, einer Industrie oder eines Landes. Bezieht sich meist auf die Energiewirtschaft.

Diversity: Vielfalt (meist in gesellschaftlichem Kontext). Umfasst vor allem folgende Ebenen: Alter, ethnische und soziale Herkunft, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und Weltanschauung.

Earth Overshoot Day: Der Erdüberlastungstag gibt an, ab welchem Zeitpunkt die natürlichen Ressourcen der Erde für das restliche Jahr ausgeschöpft sind.

Erneuerbare Energien: Energiequellen, die dem Menschen praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Beispiele sind Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft und Bioenergie. Ob es sich bei der Kernenergie um eine nachhaltige Energiequelle handelt, wird kontrovers diskutiert.

Ethik: Philosophische Disziplin, die sich mit den moralisch richtigen Handlungen befasst.

ESG: Environmental Social Governance (deutsch: Umwelt, Soziales, Unternehmensführung).

Fast Fashion: Geschäftsmodell der Mode, nachdem Kollektionen möglichst schnell und trendbasiert designt sowie billig produziert und verkauft werden sollen. Das Gegenteil davon ist Slow Fashion.

Fossile Energie: Energiequellen, die nur in begrenztem Maße zur Verfügung stehen. Beispiele sind Kohle, Erdöl und Erdgas.

Fridays For Future: Globale aktive soziale Bewegung von Schüler*innen und Student*innen, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Als Gründerin und Vorbild gilt die Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Geplante Obsoleszenz: Von Produktherstellern bewusst herbeigeführte Fehlfunktion. Diese soll dazu führen, dass Produkte absichtlich schneller kaputt werden und von Kund*innen nachgekauft werden müssen.

Greenwashing: (Marketing) Maßnahmen, die einem Unternehmen trotz fehlender Grundlage ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Image verleihen sollen.

Kippelemente: Bestimmte Ereignisse im Klimasystem, die unumkehrbare Folgen nach sich ziehen.

Klimawandel: Veränderung des globalen Klimas durch Abkühlung oder Erwärmung über lange Zeiträume. Aktuell vor allem die Erderwärmung durch den Ausstoß von Treibhausgasen und damit verbundene Sekundärfolgen: Steigender Meeresspiegel, Wetterextreme, Artensterben, etc.

Kreislaufwirtschaft: Vermeidung von Abfällen, Emissionen und Energieverschwendung durch effizienten Ressourceneinsatz. Handlungsfelder: Langlebigkeit, Wiederverwendung und Recycling.

Lebensmittelverschwendung: Anteil der Lebensmittel, die zwischen Produktion und Konsumation weggeworfen werden.

Massentierhaltung: Haltung von möglichst vielen Tieren auf möglichst geringer Fläche unter meist nicht artgerechten Bedingungen. Im Vordergrund steht eine Maximierung des Ertrages. Das Gegenteil davon ist die Artgerechte Haltung.

Menschenrechte: Moralisch begründete, individuelle Freiheitsrechte, die jedem Menschen aufgrund seines Menschseins in gleicher Weise zustehen. Sie sind universell, unveräußerlich und unteilbar. Sie umfassen bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte.

Mikrofinanz: Finanzielle Dienstleistungen (z.B. Mikrokredite) für sozial benachteiligte Personen. Diese werden von klassischen Banken aus verschiedenen Gründen – meist aufgrund von fehlender Bonität – nicht bedient.

Mikroplastik: Plastikteilchen mit einer Größe von weniger als 5 Millimeter. Diese finden sich unter anderem in Kosmetikprodukten, entstehen aber auch durch die Zersetzung von größeren Plastikteilen. Durch die Umweltverschmutzung gelangen sie oftmals in den ökologischen Kreislauf und werden von Tieren und in Folge dessen von Menschen aufgenommen.

Mischkultur: Anbau von mehreren Pflanzenarten auf einer gemeinsamen Fläche. Das Gegenteil ist die Monokultur.

Monokultur: Einseitige Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen durch den Anbau einer einzigen Pflanzenart. Das Gegenteil ist die Mischkultur.

Müllinseln: Durch Meeresströmungen zusammengetragene Inseln aus Plastik und anderen Abfallprodukten, die aufgrund von Umweltverschmutzung ins Wasser gelangt sind.

Nachhaltigkeit: Auf Langfristigkeit ausgelegte Handlungen (Ursprung des Begriffs aus der Forstwirtschaft: Berücksichtigung der natürlichen Regenerationszeiten des Waldes). Wird meistens durch das Drei-Säulen-Modell verdeutlicht (Ökonomie, Ökologie, Soziales).

Naturkosmetik: Kosmetik, deren Inhaltsstoffe aus überwiegend natürlichen Ursprungs sind. Es besteht keine einheitliche Definition.

NGO: Non-governmental organization (deutsch: auch NRO, Nichtregierungsorganisation).

NPO: Non-Profit-Organisation (deutsch: nicht gewinnorientierte Organisation).

Ökosystem: Lebensgemeinschaft von verschiedenen Organismen, die sich einen gemeinsamen Lebensraum teilen.

Pestizide: Vom Menschen hergestellte und in der Landwirtschaft eingesetzte Chemikalien, mit denen Lebewesen abgetötet werden.

Recycling: Wiederverwertung von Abfallprodukten.

Regionalität: Regionale Produktion und Konsumation (vor allem in Bezug auf Lebensmittel). Es besteht keine genaue Definition, wann etwas als regional gilt.

Sanfter Tourismus: Bei dieser Form des nachhaltigen Tourismus wird darauf geachtet, der Natur möglichst wenig zu schaden sowie die sie möglichst nah und ursprünglich zu erleben.

Second-Hand: Produkte, die bereits von anderen Personen genutzt wurden.

Seltene Erden: Metalle, die vor allem in der modernen Industrie (z.B. für Computerchips) benötigt werden. Sie kommen eigentlich in größeren Mengen in der Erdkruste vor, der Abbau der zugänglichen Vorkommen ist jedoch begrenzt und aufwändig.

Sharing-Economy: Sammelbegriff für Konzepte, die auf dem Teilen von Ressourcen beruhen. Beispiele sind Carsharing, Couchsurfing, Teilen von Gegenständen, etc.

SDG: Sustainable Development Goals (deutsch: Ziele für nachhaltige Entwicklung). Im Jahr 2015 wurden die 17 Ziele von den Vereinten Nationen (UN) definiert. Sie betreffen sowohl ökonomische, ökologische und soziale Aspekte für einen nachhaltigen Wandel.

Slow Fashion: Konzept in der Mode, wonach Kleidung unter Einbezug von fairen Arbeitsbedingungen und umweltverträglichen Materialien hergestellt werden soll. Auch die Langlebigkeit spielt eine wichtige Rolle. Das Gegenteil ist Fast Fashion.

Soziales Engagement: Soziales Handeln, das meist auf Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit beruht. Handlungsfelder umfassen die Geldspende, Sachspende, Zeitspende sowie Sonderformen wie etwa die Blutspende bzw. Stammzellenspende.

Stakeholder: Anspruchsgruppen einer Organisation, die auf diese Einfluss nehmen oder von dieser beeinflusst werden. Beispiele sind die Kunden, Öffentlichkeit, Staat, Anteilseigner, Mitarbeiter, Lieferanten, Partner, etc.

Treibhauseffekt: Erwärmung der Atmosphäre durch Treibhausgase. Dazu zählen unter anderem Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan, Stickstoff und Ozon. Man unterscheidet zwischen dem natürlichen und anthropogenen (menschgemachten) Treibhauseffekt.

Urban Gardening: Gärtnerische Nutzung städtischer Flächen zum Anbau von Obst und Gemüse.

Überfischung: Dezimierung des Fischbestandes eines Gewässers, der über die natürliche Reproduktionsfähigkeit hinaus geht.

Veganismus: Ernährungsform, die auf Lebensmittel tierischen Ursprungs verzichtet.

Vegetarismus: Ernährungsform, die auf Lebensmittel von getöteten Tieren verzichtet und in erster Linie auf pflanzlichen Produkten beruht. Es gibt mehrere Unterkategorien, je nachdem ob Lebensmittel von lebenden Tieren konsumiert werden (z.B. Eier, Milch und Honig).

Zero Waste: Philosophie, die darauf abzielt möglichst wenig Abfall zu produzieren und Rohstoffe effizient zu nutzen. Das soll vor allem durch weniger Konsum, Reparaturen, Wiederverwendung, Recycling und Kompostierung erreicht werden.

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