Schadensersatz: Meta Nutzer könnten tausende Euro erhalten

Meta Nutzer könnten Anspruch auf Schadensersatz haben. Dem Konzern wird vorgeworfen, den Datenschutz verletzt zu haben.
Große Vorwürfe
Dass Tech-Giganten die Daten der Nutzer sammeln, ist nicht Neues. Die Dimension hingegen schon. Meta soll ohne wirksame Einwilligung die Daten außerhalb der eigenen Plattform gesammelt haben, um damit Profile der Nutzer zu erstellen. Teilweise sollen dafür sensible Daten von Dating-Portalen und von Online-Apotheken genutzt worden sein. Die Einwilligung erfolgt dabei in einem Graubereich. Oft haben die Nutzer keine echten Wahlmöglichkeiten oder sind sich der enormen Tragweite der Sammlung von Daten nicht bewusst. In einigen Fällen werden die Daten auch einfach ohne Zustimmung verarbeitet.
Sammelklage gegen Meta
Der Verbraucherschutzverein VSV hat zusammen mit einer Berliner Kanzlei eine Sammelklage gegen Meta eingebracht. Im Gegensatz zu einzelnen Klagen wird es damit für Privatpersonen leichter, juristisch gegen den Konzern vorzugehen. Man kann sich kostenlos auf der Website anmelden. Ein Prozessfinanzierer trägt dabei alle Kosten. Er erhält im Erfolgsfall zehn Prozent der zugesprochenen Summe. Das sei laut Experten ein gängiges Modell bei Sammelklagen. Minderjährige könnten bis zu 10.000 Euro, Erwachsene bis zu 5.000 Euro Schadensersatz bekommen.
Gute Aussichten
Bereits bisher gingen tausende Einzelpersonen gegen Meta vor. Bisherige Urteile zeigen: Solche Klagen können durchaus erfolgreich sein. Im Juli 2025 sorgte ein Urteil für Aufsehen: Das Landesgericht Leipzig sprach einem Nutzer 5.000 Euro Schadensersatz zu. Begründet wurde die hohe Summe mit dem hohen wirtschaftlichen Wert der Daten für den Konzern. Das Unternehmen gerät dadurch unter Druck, es gibt alleine in Deutschland rund 50 Millionen Menschen mit einem Meta Konto.
Die Chancen der Klage
Das Verfahren stellt das Größte seiner Art in Deutschland dar. Experten rechnen damit, dass es sich über Jahre ziehen könnte. Doch es wäre ein wichtiges Signal, um Druck auf Meta zu machen. Es geht um einen Streitwert in Milliardenhöhe. Meta weist die Vorwürfe wie erwartet entschieden zurück.
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