Nahostkonflikt: Wie aus Schmerz Freundschaft wurde

Zwei Männer haben ihre Töchter im Nahostkonflikt verloren. Wie sie zusammen fanden und warum sie heute eine tiefe Freundschaft verbindet.
Rami Elhanan ist Israeli, Bassam Aramin ist Palästinenser. Eigentlich müssten sich die beiden hassen. Doch das tun sie nicht. Denn beide verbindet ein besonders tragisches Erlebnis: Sie haben ihre Töchter verloren. Die Tochter von Rami Elhanan war erst 13 Jahre alt, als sie beim Selbstmordanschlag eines Palästinensers in der Innenstadt Jerusalems getötet wurde. Doch anstatt sich ausschließlich dem Schmerz hinzugeben, wurde er aktiv. Er engagierte sich in den folgenden Jahren in der Friedensinitiative Parents Circle, die sich für eine Versöhnung von Hinterbliebenen Israelis und Palästinensern einsetzt.
Eine ungleiche Freundschaft
In genau dieser Vereinigung lernte Rami Elhanan den Palästinenser Bassam Aramin kennen. Seine Tochter war 10 Jahre alt, als sie von einem israelischen Soldaten getötet wurde. Das tragische Schicksal verbindet die beiden Männer, die inzwischen eine tiefe Freundschaft pflegen. In der Praxis ist es allerdings gar nicht so leicht, sich zu sehen. Bassam wohnt im Westjordanland und darf nicht nach Israel. Ab und zu fährt sein Freund Rami illegal mit dem Auto rüber, damit sich die beiden treffen können. Die ganze Geschichte und das berührende Interview gibt es bei Zeit Online nachzulesen.
Ein paar Gedanken
Lassen wir uns nicht von den Stereotypen der Medien blenden. Es liegt zwar nicht immer in unserer Hand, wie sich die Dinge entwickeln. Doch wie wir mit schwierigen Situation umgehen, können wir beeinflussen. Wir wünschen uns weniger schwarz-weiß und mehr Nuancen. Denn es gibt die Menschen, die selbst aus den ausweglosesten Situationen versuchen das Beste zu machen. Nehmen wir uns ein Beispiel an ihnen und erzählen wir ihre Geschichte.
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